Pfarrgemeinderat »Christen am Rhein«

Köln: Flittard – Stammheim – Bruder Klaus

Konzept 2035

Posted by Florian Seiffert - 19. November 2015

Konzept 2035Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat sind durch das Generalvikariat des Erzbistums Köln aufgefordert worden, Planungen für den weiteren Bestand der Kirchengemeinde St. Hubertus und Mariä Geburt vorzulegen.
In einer Arbeitsgruppe dieser beiden gewählten Gremien ist das nun vorliegende Konzept
St. Hubertus und Mariä Geburt 2035
entstanden.
Es soll nun in der Gemeinde ausführlich diskutiert, besprochen und auch weiterentwickelt werden.
Dazu sind wir auf Ihre Vorschläge und Meinungen angewiesen.
Einer erste Möglichkeit zum Gedankenaustausch und zum Sammeln der unterschiedlichen Vorschläge und Meinungen wird es beim gemeinsamen Neujahrsempfang am 01.01.2016 im Anschluß an die Messe um 16.00 Uhr in St. Bruder Klaus geben, zum dem wir Sie heute bereits herzlich einladen wollen.
Wer eine Papierversion dieses Konzeptes haben möchte, kann sich gerne mit dem Pfarrbüro seiner Wahl in Verbindung setzten und sich dort eins ausdrucken lassen.

Konzept 2035

Konzept 2035

Siehe auch:

Eine Antwort to “Konzept 2035”

  1. Bruno Schmidt-Girod said

    Ich habe mir das Konzept mal in Ruhe durchgelesen. Hier steckt sehr viel Arbeit und Engagement hinter. Hierzu mein Lob und meine Anerkennung.

    Dennoch von mir folgende Anmerkungen

    a) Allgemein

    Ich bin der Meinung, dass bei einer Betrachtung über einen so großen Zeitraum von 20 Jahren nicht nur eine Option betrachtet werden sollte. Hier sollte man – je nach Entwicklung der Gemeindestärke – eher 2 oder besser 3 Optionen betrachten.

    Der Bau eines neuen Pfarrzentrums kann durchaus positive anziehende Wirkung haben und der Gemeinde neues Leben einhauchen. Vor allem die Zusammenlegung von Pfarrbüros, Büchereien und Versammlungsflächen für die einzelnen Pfarrgruppierungen hätte natürlich große finanzielle sowie logistische Vorteile und brächte für das Zusammenwachsen der Gemeinde durchaus eine gute Plattform.

    Die beschrieben Option des Neubaus eines Pfarrzentrums in verkehrsgünstig zentraler Lage an der Stammheimer S-Bahn-Station ist sehr interessant, setzt aber voraus, dass die Anzahl der Kirchbesucher, welche im Konzept aktuell mit 1.100 bis 1.300 / Wochenende angegeben wird, gleich bleibt oder gar leicht steigt – ich nenne das mal Szenario a).

    b) Vorgeschlagener Standort

    Zum Standort des neuen Gemeindezentrums selber muss man neben der verkehrlich zentralen Lage natürlich auch die hierdurch vorhandenen Nachteile ein wenig beleuchten. Bedingt durch den kontinuierlichen Ausbaus des ÖPNVs in den nächsten 10 Jahren (Rhein-Ruhr-Express, S Bahn im 10 Minuten-Takt, aber auch weiter zunehmender Güter- und Fernverkehr) werden hier in Zukunft 25 – 30 Züge pro Stunde verkehren, die Bahnstrecke ggf. von vier auf fünf oder sechs Gleise erweitert werden. Da ich mich beruflich hiermit beschäftige, kann ich euch/ihnen sagen, dass diese Zahlen nicht aus dem holen Bauch kommen. Auch der Verkehrslärm von der B8 wird mit Sicherheit nicht abnehmen.

    D.h., das neue Gemeindezentrum an dieser Stelle muss entweder von den Gebäuden her extrem schallisoliert aufgebaut werden oder aber durch große Schallschutzwände umbaut werden, wenn nicht jeder vorbeifahrende Zug während der Messe oder sonstigen Veranstaltungen wahrgenommen werden soll. Voraussichtlich wird eine Klimaanlage notwendig sein, da bei offenen Fenster die Lärmbelästigung zu hoch wäre.

    Bei Veranstaltungen im Freien hätten wir einerseits ein permanenten Lärmpegel durch den Verkehr und andererseits eine extrem ungeschützte Windlage (jeder der an der S-Bahn-Station mal längerer gewartet hat, kennt dies.). Im Vergleich z.B. zum schönen Innenhof in Pius oder dem Bruder-Klaus-Platz fände ich hier Veranstaltungen im Freien extrem ungemütlich.

    Die Lage außerhalb von einer geschlossenen Siedlungsstruktur bringt weiterhin den Nachteil der fehlenden sozialen Kontrolle und die Gefahr von Vandalismus mit sich, wodurch das neue Gelände zumindest eingezäunt werden müsste.

    c) anderer Optionen

    Nichtsdestotrotz sollten auch andere Optionen betrachtet werden.

    Hier ist natürlich als Grundlage von allen Szenarien erst mal die benannte Zahl der regelmäßigen Kirchbesucher zu hinterfragen: Nach meinen persönlichen Einschätzung liegt diese – mit Ausnahme der Sondermessen – maximal bei der Hälfte von den 1.100 bis 1.300 Personen, welche im Konzept beziffert werden.

    (Samstagabendesse St. Johannes ca. 150 Besucher, Samstagabendmesse St. Bruder Klaus / St. Pius ca. 50 Besucher, Sonntagmorgenmesse St. Bruder Klaus / St. Pius ca. 150 Besucher, Sonntagmorgenmesse St. Mariä Geburt / St. Hubertus 150 Besucher, Sonntagabendmesse St. Mariä Geburt / St. Hubertus ca. 100 Besucher = in der Summe 150+50+150+150+100 = 600 Besucher).

    Hierauf aufbauend sollte man jetzt mal von 2 weiteren Szenarien ausgehen.

    Szenario b)

    der extreme Abwärtstrennt der letzten Jahre wird gestoppt, die Anzahl der Kirchbesucher / Wochenende wird sich dennoch in den nächsten 20 Jahren rund 1/3 abnehmen (das sind auch die offiziellen Prognosen der Amtskirche) -> rund 400 Besucher / Wochenende.

    Szenario c)

    Der Abwärtstrend bleibt so wie er in den Letzten Jahren war, die Anzahl der Kirchbesucher / Wochenende beträgt 2035 gegenüber heute nur noch 25 %. -> 150 Besucher.

    Sowohl für Szenario b) als auch Szenario c) reichen die beiden bestehenden alten Kirchengebäude St. Mariä Geburt und St. Hubertus, die ja eh erhalten bleiben sollen, locker aus.

    Ein bzw. zwei der bestehenden Pfarrheime müssten für die sonstigen Gemeindeaktivitäten saniert werden und erhalten bleiben. Natürlich reicht auch bei diesen beiden Szenarien ein Pfarrbüro aus. Das bestehende große Pfarrheim in St. Bruder-Klaus könnte, da es dort der einzige Versammlungsort ist – an einen städtischen Träger verpachtet und für kirchliche Veranstaltungen ggf. rückgemietet werden.werden.

    Sicherlich wäre mir persönlich Szenario a) auch am liebsten, wobei man natürlich ggf. über einen anderen ruhigeren Standort nachdenken müsste. Was spricht gegen den Neubau auf vorhandenen Gelände, was durch den Abriss einer baufälligen Kirche frei werden würde? Natürlich sind die Anfahrtswege für Teile der Gottesdienstbesucher länger, hier müsste dann ggf. ein organisierter regelmäßiger Fahrdienst von und zu den Gottesdiensten eingerichtet werden.

    Fakt wird aber bei allen drei Szenarien sein, dass der Großteil der Kirchbesucher nicht mehr in 5 Minuten zu Fuß in der Kirche ist. Egal ob ich zukünftig mit dem Fahrrad, Bus oder PKW zum Gottesdienst komme, eine Fahrt ist unumgänglich. Und ob diese jetzt 5, 7 oder 10 Minuten dauert ist dann in meinen Augen letztlich auch egal.

    Realistisch gesehen denke ich aber, dass – sollte sich die Kirche in ihren inneren Strukturen nicht radikal erneuern – Szenario b) oder c) oder etwas dazwischen durchaus eher eintreffen werden und dass auch diese Optionen für das Jahre 2035 durchaus auch Bestandteil des Konzeptes sein sollten. Ferner muss die heutige Jugend vor allem dazu Stellung nehmen, wie sie sich die Kirche in 20 Jahren vorstellt.

    Ein neues Pfarrzentrum schafft wichtige neue äußere Rahmenbedingungen, aber ohne die inneren Rahmenbedingungen wird man die Zukunft unserer Pfarrgemeinde so nicht alleine auf ein neues Fundament setzten können.

    Bruno Schmidt-Girod

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